Einsatzinfos
- Alarmierungszeit: 12.08.2026 12:48
- Einsatzstichwort: Grasnarbenbrand
- Einsatzort: Egeln Nord
- Ausgerückt: LF 20/16, HLF 20, MTF, FF Westeregeln, FF Etgersleben, FF Tarthun, FF Wolmirsleben, FF Hakeborn, FF Unseburg, FF Borne, Rettungsdienst, Polizei, Ordnungsamt
- Einsatzende: 20:50
Alarmiert wurden die Feuerwehr Egeln mit Einsatzstichwort „Grasnarbenbrand“. Vor Ort wurde brennende Vegetation am Straßenrand der B 81 auf ca. 100 Quadratmetern festgestellt. Bedingt durch die vorherrschende Trockenheit und böigen Wind breitete sich das Feuer innerhalb kürzester Geschwindigkeit in Richtung eines Stoppelfeldes und weiteren Ödlandes aus. Dabei lief das Feuer in hoher Geschwindigkeit immer weiter auf bebaute Gebiete zu und drohte auf Grundstücke, Gartenanlagen und weitere Vegetation überzugreifen.
Während das Feuer in der ersten Phase durch die Egelner Einsatzkräfte von der B 81 aus bekämpft wurde, erfolgte durch den Einsatzleiter innerhalb kürzester Zeit mehrfach die Erhöhung der Alarmstufen, was letztendlich dazu führte, dass Vollalarm für alle Feuerwehren der Egelner Mulde ausgelöst wurde. Die Kameradinnen und Kameraden der Wehren Westeregeln, Etgersleben, Hakeborn, Wolmirsleben, Unseburg, Tarthun und Borne rückten zur Einsatzstelle aus, die mittlerweile über einen Hektar Brandfläche umfasste und immer stärker naheliegende Gärten und Gartenlauben bedrohte.
Mehrere Bürgerinnen und Bürger wurden selbst aktiv und öffneten die Zugänge zu ihren Grundstücken und Gärten sofort für die Feuerwehr, um z.B. eine Wasserentnahme aus vor Ort befindlichen Brunnen zu ermöglichen. Zudem versorgten sie die Einsatzkräfte mit Getränken und Verpflegung, wofür wir herzlichen Dank sagen möchten! Aktiv Hilfe anzubieten ist immer besser, als einfach beim Feuerwehreinsatz zuzuschauen.
Den Einsatzkräften aller beteiligten Wehren gelang es mit vereinten Kräften, die Flammen soweit zu stoppen und unter Kontrolle zu bekommen, dass letztendlich keine Gebäude oder Gärten größeren Schaden nahmen. Dabei kamen mehrere Strahlrohre über zum Teil über sehr weite Strecken verlegte Schlauchleitungen sowie Feuerpatschen zum Einsatz.
An dieser Stelle danken wir allen, mehr als 100 eingesetzten Feuerwehrleuten der Egelner Mulde für die sehr gute Zusammenarbeit, die zum schnellen und positiven Einsatzerfolg führte.
Durch die schwierigen Bedingungen bei diesem Einsatz, vor allem auf Grund der hohen Außentemperaturen und der Brandintensität, kam es bei einigen Einsatzkräften zu körperlichen Erschöpfungszuständen, die zum Glück ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen blieb.
Die teils sehr mühevollen Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Abend hin.
Die Egelner Einsatzkräfte waren mit dem Löschgruppenfahrzeug, dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug sowie dem Mannschaftstransportfahrzeug zum Einsatz ausgerückt. Gegen 20:50 Uhr waren die Maßnahmen der Feuerwehr Egeln beendet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt. Die Polizei ermittelt zur Brandursache.
